Kosten einer Scheidung sind vollständig steuerlich absetzbar

Ein Ehepaar ließ sich scheiden, dabei entstanden dem Ehemann Gerichts- und Anwaltskosten sowie Aufwendungen für den Zugewinnausgleich und den nachehelichen Unterhalt von insgesamt 8.195 €. Der Mann wollte die gesamte Summe steuerlich absetzen, das Finanzamt erkannte jedoch nur die Kosten für die Scheidung und für den Versorgungsausgleich an. Daraufhin ging der Mann vor Gericht, das Düsseldorfer Finanzgericht kippte die Entscheidung des Finanzamtes  (Urt. v. 19.02.2013, Az. 10 K 2392/12 E).

Die gesamten Aufwendungen des Mannes seien als außergewöhnliche Belastung im Sinne des § 33 EinkommensStG zu qualifizieren und damit steuerlich absetzbar. Begründend führte das Gericht an, dass eine Ehescheidung nur gerichtlich und mit Hilfe von Rechtsanwälten erfolgen könne. In dem Verfahren werde weiterhin regelmäßig auch eine Regelung zum Versorgungsausgleich, dem nachehelichen Unterhalt sowie dem Zugewinn getroffen. Die damit zusammenhängenden Kosten seien für den Ehepartner unumgehbar und müssten deshalb auch steuerlich absetzbar sein.

Rechtsanwalt Ali Özkan

-Fachanwalt für Arbeitsrecht-

-Fachanwalt für Familienrecht-

Absolvent des Fachlehrgangs “zertifizierter Testamentsvollstrecker” (AGT)

Rechtsanwälte von Bergner und Özkan

Fachanwälte für Arbeitsrecht, Familienrecht und Verkehrsrecht

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