Sorgerechtsentziehung darf nur allerletztes Mittel sein

Das OLG Brandenburg hat in einer aktuelle Entscheidung (24.02.2012, Aktenzeichen: 10 UF 360/11) noch einmal deutlich gemacht, dass der gerichtlich angeordnete Entzug der elterlichen Sorge nur die ultima ratio, also das allerletzte Mittel sein darf. Nur wenn zweifellos feststehe, dass andernfalls eine seelische, geistige oder körperliche Gefährdung des Kindeswohls eintrete und auch keine anderen Maßnahmen (etwa durch die Familienhilfe) erfolgversprechend seien, komme eine entsprechende Entscheidung auf Entziehung der elterlichen Sorge in Betracht. Im Übrigen müsse bei der Reglung des Sorgerechts stets ein ausdrücklicher und nachvollziehbarer Wunsch des Kindes Berücksichtigung finden.

Rechtsanwalt Ali Özkan -Fachanwalt für Familienrecht-

Rechtsanwälte von Bergner und Özkan

Fachanwälte für Arbeitsrecht, Familienrecht und Verkehrsrecht

www.vboe.de

blog.vboe.de

Kanzlei Schenefeld

Schenefelder Platz 1 22869 Schenefeld Tel. 040 / 85503690 Fax 040 / 855036969

Email schenefeld[at]vboe.de

Kanzlei Altona

Bahrenfelder Straße 79 22765 Hamburg

Fon 040 / 41912845 Fax 040 / 41912846

Email altona[at]vboe.de

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.